in Braindump, Linux, Open Source

Weihnachten, die „schönste Zeit im Jahr“. Wie jedes Jahr geht dreht die Werbemaschinerie wieder auf, um uns beizubringen, dass Geschenke kaufen eine Ausdruck von Zuneigung ist, dass Geschenke unsere „love language“ sind.

Zeit den Menschen etwas zurückgeben, die ihre Liebe ausdrücken, in dem sie die Welt zu einem besseren Ort machen – ohne materielle Kompensation zu verlangen.

Wir nutzen unsere Technologie täglich. Und damit meine ich nicht nur mich, sondern jeden Menschen, der nicht zurückgezogen in einer Einsiedler-Hütte irgendwo im Norden Schwedens lebt.

Smartphone, Laptops, E-Mail, das Internet, alles ist selbstverständlich geworden. Wir haben über die Jahre gelernt diese Strukturen zu nutzen, diesen Strukturen zu vertrauen.

Denn diese Strukturen vernetzen uns Menschen, sie fördern Wissen, bieten Zugang zur Welt. Viele Menschen können heutzutage frei im Internet kommunizieren, Webseiten aufrufen, einkaufen und sich auf eine unendliche Reise in die Tiefen des kollektiven Wissens begeben.

Beschützt werden wir auf dieser Reise unter anderem von Technologien wie SSL, HTTPS, TLS, Let’s Encrypt, unserem Browser, Festplattenverschlüsselung und unserem Betriebssystem.

Unterstützt werden wir auf dieser Reise unter anderem von Technologien wie unserem Browser, JavaScript, WebKit, dem HTTP-Standard und Kompression von Daten, um Webseiten schnell laden zu können.

Was viele Menschen oft vergessen oder schlicht einfach nicht wissen: viele Technologien die unsere Geräte in die Zaubermaschinen verwandeln die sie sind wurden von Menschen geschaffen, die das größte Netzwerk der Menschheit, das Internet, ein klein wenig sicherer, vertrauenswürdiger und angenehmer machen wollen – sie sind quasi die Besatzung des Maschinenraums: Open-Source Entwickler, die Verschlüsselungsstandards und Netzwerkprotokolle schaffen, freie Journalisten die ohne Zwang aus Krisenberichten oder dem eigenen Land berichten und auch Firmen, die Privatsphäre als fundamentales Recht jedes Menschen ansehen, und deshalb ihre Produkte kostenlos anbieten.

Egal ob Microsoft Windows, macOS oder Fedora Linux. Ob Apple iOS, Google Android, Android Auto, Apple CarPlay. Ob Porsche, Mercedes, oder Tesla.

Open Source findet sich überall, manchmal als kleiner Komponente, manchmal als wesentlicher oder gar vollständiger Teil des Geräts.

Egal ob Syrien, Ukraine oder die Türkei. Egal ob Berlin, Stuttgart oder München.

Freie Journalisten sind überall. Manche riskieren ihr Leben, manche haben gerade genug Geld um ihre Geräte, ihren Strom und ihre Wohnung zu bezahlen.

Die meisten dieser Gruppierungen haben den moralischen Anspruch gemeinsam nicht durch Geld, sondern das höhere Wohl motiviert zu sein. Leider versetzt sie das auch in eine durchaus unangenehme Lage:

  • Ohne Investoren kein konstanter Geldfluss, also keine finanzielle Sicherheit, keine Planungssicherheit, weder für sich, noch für das Projekt.
  • Die weitere Arbeit hängt von der persönlichen Motivation ab, etwas beizutragen.
  • Im Krisenfall wird es schwierig die Berichterstattung / Weiterentwicklung aufrecht zu halten, da das wenige vorhandene Geld für Anderes priorisiert werden muss.

Wo kommen wir, als 08/15 Nutzer hier ins Spiel?

Ganz einfach. Es ist bald Weihnachten, die Zeit, in der wir laut Werbung in uns gehen sollen, und überlegen was wirklich wichtig ist.

Deswegen nun meine Bitte: statt dem nächsten überteuerten Geschenk dass der Empfänger womöglich nicht braucht, statt dem nächsten konsumgetriebenen Impuls-Kauf, sprecht eure Mitmenschen doch einmal auf etwas anderes an: „Was wäre, wenn ich statt einem Geschenk, etwas spenden würde?“

Es gibt Menschen, die selbstlos die Welt zu einem besseren Ort machen.

Unterstützen wir Sie.

Hier sind ein paar Anregungen, gerne erweitere ich die Liste:

Spenden sind eine wundervolle Art und Weise Geschenke zu geben. Statt sich unsicher zu sein, ob der Beschenkte sich über seine neuen XYZ freuen wird, wie wäre es mit einer  Karte in der steht:

„Ich habe in deinem Namen gespendet. Danke, dass du die Welt zu einem besseren Ort machst. Nicht nur für mich, sondern durch diese Spende auch für viele andere. Frohe Weihnachten“

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